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"Anschöring lässt`s auswärts krachen

Starnberg/ Kirchanschöring (bt). Eine ungewöhnliche Auswärtsfahrt zur FT Starnberg 09 hat der SV Kirchanschöring in der Fußball-Landesliga Südost mit einem beachtlichen 8:0-Erfolg abgeschlossen. „Der Gegner war wirklich schwach, aber acht Tore in einem Landesliga-Match muss man erst einmal machen.“, lobte SVK-Coach Günter Heberle seine Schützlinge, der sich an diese Reise, trotz der zahlreichen Spiele auf seinem Trainerbuckel, wohl noch etwas länger erinnern wird.

 

Das Geschehen der FT hatte schon etwas von einer schlechten Slapstick Einlage, so stand bereits früh fest, dass das Match bei Sonnenschein nicht im Stadion sondern auf dem neben liegenden Kunstrasen ausgetragen wird. Grund dafür: Eine Kommission des BFV stellte in der Winterpause fest, dass die Tore anstatt der vorgeschriebenen 2,44 Meter nur ca. 2,30 Meter messen. Für die Starnberger eine bis heute nicht zu behebende Tatsache.

Des Weiteren vermeldet der Stadionsprecher in Halbzeit eins zynisch: „Das Rudi-Hack-Stadion ist mit 75 Zusehern heute wieder restlos ausverkauft!“ und der fehlerlose U19-Keeper Fatijon Perkucu – er hatte bei seinem Landesliga-Debüt den undankbarsten Job – spielte nach dem 0:6 aus Starnberger Sicht, auf Zeit.

Doch von vorne: Sieben Minuten standen nach einem ausbaufähigem Start auf der Uhr, als sich der SVK mit dem ersten Treffer selbst ein Hallo-Wachzeichen bescherte. Dennis Kracker schlug die Kugel geschätzte 70 Meter über das Feld und fand in vorderster Reihe Sebastian Leitmeier, der der indisponierten FT-Defensive nicht zum letzten mal entwischen sollte. „Leiti“ kam ans Leder und hob es gekonnt zum 1:0 ins Tor.

Eine Minute später hätte Leitmeier bereits fast den Doppelpack geschnürt, doch seine Abnahme mit der Fußspitze strich nach einer Bernd Eimannsberger-Flanke knapp vorbei. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe Christian Jäger mit einer feinen Bude das 2:0 besorgte. Jäger schnappte sich einen abgewehrten Ball, überlupfte seinen Gegenspieler und ließ indes zwei Weitere stehen, ehe er von halblinks in den Strafraum einzog und die Kugel unten rechts versenkte.

Das 3:0 fünf Minuten vor der Pause stellte sich als Sinnbild für den Kantersieg der „Anschöringer“ heraus, den auch die Tore fünf und sechs liefen nach dem selben Schema: Ballgewinn des SVK im Mittelfeld und sofort der finale Pass in die Tiefe, der gegen die taktisch nicht ganz auf der Höhe wirkenden Starnberger Viererkette ein fast sicheres Mittel zum Erfolg darstellte. In diesem Fall war es erneut „Leiti“, der Goalie Perkucu keine Chance ließ.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs startete die FT mit gefälligem Fußball und kam in Minute 50 zum besten Angriff auf Heimseite: Christoph Kammerlander scheiterte bei seinem Versuch  an Dennis Kracker. Der SVK-Torspieler durfte nun zusehen wie seine Vorderleute den Gastgeber förmlich auseinander nahmen. Jäger eroberte den Ball, schickte Christian Heinrich auf die Reise, der sich links bis zur Grundlinie durchsetzte und Sebastian Leitmeier am Elfmeterpunkt in Szene setzte. Der hatte das Auge für den Nebenmann und servierte Michael Obermeier – schob die Kugel trocken ins kurze Eck – das 4:0. Der schönste Treffer der Partie.

In diesem Tempo ging es weiter. Die Hausherren hatten sich ihrem Schicksal längst ergeben. Weiter ging´s mit einer Co-Produktion der beiden Edeljoker „Heini“ und Stephan Schmidhuber. Letzterer traf nach einem Dribbling nur die Latte durfte sich aber mit Heinrich freuen, der den Abpraller aus kurzer Distanz einnickte (73.). 

Drei Minuten später schob Christian Jäger zum zweiten Mal rechts unten ein, ehe auch Heinrich den Doppelpack perfekt machte. Wieder stand er goldrichtig und verwertete nach einer Ecke aus ein paar Metern (86.). Den Schlusspunkt setzte Stephan Schmidhuber, der mit einem humorlosen Rechtsschuss von der Strafraumgrenze den Deckel drauf machte.

Unter dem Strich ein echtes Saisonhighlight gegen desolate Starnberger. Den Blick richtet man in „Anschöring“ aber sowieso auf das erste Heimspiel des Jahres gegen den Dritten vom 1. FC Passau kommenden Samstag.

 

 

 

 

Dennis Kracker, Max Sturm, Max Willinger, Albert Eder, Xandi Köberich, Michael Lissek (46. Chrstian Heinrich), Thomas Mooser, Bernd Eimannsberger (63. Andreas Koch), Christian Jäger, Michael Obermeier, Sebastian Leitmeier (70. Stephan Schmidhuber)

 

Besonderheiten: Keine                                                                                                                                                         

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