SV Kirchanschöring – FC Augsburg

Landesliga Süd: SV Kirchanschöring – FC Augsburg U23 0:3 (0:0)

Augsburger Doppelschlag macht SVK Sensation zunichte

 

Trotz 0:3 gab es anhaltenden Applaus für die Heberle-Jungs

Trotz der bitteren Zahlen Null und Drei auf der Anzeigetafel, brandete zum Schlusspfiff der Partie SVK gegen FCA ein tosender Applaus als Anerkennung für die Leistung der Mannschaft von Günter Heberle. Trotz durchwachsenen Wetters waren wieder 435 Zuschauer an die Laufener Straße gepilgert, keine Mannschaft in der Landesliga erhält so viel Zuspruch in ihrer Region wie die Kirchanschöringer. Um ein Haar hätten die Fußballanhänger eine Sensation des Underdogs gesehen, gehörte dem SVK zunächst die zweite Hälfte und hätte durch Leitmeier oder einem nicht gegebenen klaren Elfmeter den FCA in Zugzwang bringen können. Stattdessen folgte ein Doppelschlag in der 72. Minute und unterm Strich eine auf dem Papier deutlich klare Niederlage. "Die Enttäuschung ist riesengroß", gestand SVK Trainer Günter Heberle nach dem Spiel. "Wir haben erneut das Maximum herausgeholt. Der Zuschauerzuspruch hat mich sehr gefreut, trotzdem kann mich für heute nichts trösten."

Die Bundesliga Reserve des FCA begann erwartet druckvoll. Trainer Roland Bahl spekulierte, dass der SVK nach den beiden Osterspielen müde war. "Das ist im Amateurbereich meist nur schwer zu kompensieren", hoffte er. Und er hatte indirekt recht, da kurz vor Spielbeginn sich die Verletztenliste des SVK mit Albert Eder um einen Spieler erweiterte. Aber die Elf auf dem Platz ignorierte mit Kampfgeist mögliche schwere Beine. Der FCA machte das Spiel, aber die SVK Defensive um Willinger, Straßer, Mooser und Tschoner stand sicher und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. So dauerte es bis zur 32. Minute, als Patrick Wurm mit einem 16 Meter Schuss aufs rechte untere Eck Torhüter Kracker zur ersten Parade zwang. Es folgte ein weiterer Distanzschuss von Dominic Robinson, mehr war vom Aufstiegsaspiranten nicht zu sehen.

Der SVK witterte seine Chance und kam nach dem Seitenwechsel aufgedreht aus der Kabine. Keine Minute war gespielt, da setzte sich Alois Strasser auf rechts durch, seine Hereingabe erreichte Sebastian Leitmeier, der sich solche Möglichkeiten sonst nicht nehmen lässt, aber aus elf Metern verzog er das Leder über das Tor. Er ahnte selbst, dass er so eine Möglichkeit gegen den FCA kein zweites Mal erhalten wird. Die Schlüsselszene der Partie schließlich in der 56. Spielminute: Simon Singhammer war über links bereits in den Sechzehner der Schwaben durchgebrochen, der Speed-Dribbler konnte nur noch per Foul gestoppt werden. Groß war das Entsetzen der Schwarz-Gelben, als der ansonsten sehr gute Unparteiische Johannes Plummerer auf Freistoß statt auf Elfmeter entschied. "Da muss ich ganz ehrlich sagen, das wäre ganz klar ein Elfmeter gewesen", gab selbst FCA Trainer Bahl zu, der beste Sicht auf die Szene hatte.

Nach 70 Minuten war zu spüren, wie den Hausherren die Kräfte schwanden, der FCA erhöhte den Druck und Robinson kam zur bis dahin besten Tormöglichkeit des Spieles, hatte nur noch Kracker vor sich, der ihm aber bravourös den Ball vor den Füßen weg spitzelte. In der 72. Minute gelang dem FCA schließlich das 0:1, Patric Wurm knallte eine Hereingabe von links unhaltbar in die Maschen. Keine Minute später besiegelte der Treffer von Marco Thiede die SVK Niederlage. Das 0:3 in der 80. Durch Michael Bock, der im Sitzen eine Flanke von Markus Niedermeier sehenswert verwandelte, hatte nur noch statistischen Wert. Die Schlussoffensive des SVK, der nie aufsteckte und durch den eingewechselten Tom Dengel noch zu zwei Tormöglichkeiten kam, blieb ohne zählbares Ergebnis.

Da Konkurrent Eching zeitgleich gewonnen hat, ist der Abstand auf Saisonziel Platz 15 nun auf sechs Punkte gestiegen. "Wir schauen nur auf uns. Und auf das nächste Spiel, am Samstag in Unterföhring", so Günter Heberle.

BS

 

Fotos zum Spiel unter:

http://www.flickr.com/photos/strasserbp/sets/72157629819993173/

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