SV Kirchanschöring vs. BC Aichach 3:1

Mit einem hochverdienten 3:1 gegen den BC Aichach verbeugte sich der SV Kirchanschöring vor 289 treuen Fans und hinterließ einen sehr guten letzten Eindruck zum Abschluss seiner Landesliga – Comeback Saison. Warum die Siegesfeier der Jungs von Günter Heberle nicht halb so ausgelassen ausfiel, wie sie es verdient gehabt hätte, lag einzig und allein am Ergebnis der Partie Unterföhring gegen Fürstenfeldbruck. Wäre auch den Bruckern ein Sieg gelungen, hätte der SVK noch in die Relegationsrunde aufrücken können. Da tröstete auch ein Freibierversprechen als Entschädigung für die unterlassene Schützenhilfe nicht weiter. Das Lob für die tolle Kirchanschöringer Leistung übernahm schließlich Aichachs Trainer Volker Weingärtner: “Der SVK hat bis zum Schluss alles gegeben. Ihr könnt stolz auf Eure Truppe sein”, sagte er an Günter Heberle gerichtet, “Man muss eine Mannschaft sein. Heute hat eine Mannschaft gewonnen und die individuelle Klasse hat verloren.”

Die “Anschöringer” starteten in ihrem kleinen Finale dahoam furios, eine gute Minute war gespielt, als Seastian Leitmeier steil geschickt wurde, der sich die Chance nicht mehr nehmen ließ und zur frühen Führung einschob. Die Aichacher sorgten vor allem durch Distanzschüsse für Gefahr. So zwang Christian Doll nach 10 Minuten per 25 Meter Kracher Keeper Kracker zur ersten Glanzparade, er lenkte das Leder an den Innenpfosten. Die Gastgeber spielten trotz Sommerhitze erfrischend auf und erhöhten nach 28 Minuten auf 2:0: Wieder war es Leitmeier, der perfekt in Szene gesetzt wurde. Zunächst blieb er hängen, erkämpfte sich aber den Ball zurück und zog zum 2:0 ab. “Wir sind froh, dass wir so einen Stürmer wie den Leiti haben. Tolle Leistung, Hut ab”, freute sich auch Günter Heberle für den Winterpausenzugang. Auf Seiten der Gäste war einzig ein Weitschuss von Michael Korenitz in der ersten Hälfte zu verzeichnen. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihre stärksten 10 Minuten, aus denen folgerichtig der Anschlusstreffer resultierte: Michael Korenitz legte quer auf Arthur Vogel, die Gelb-Schwarzen attackierten nicht konsequent und Vogel schob zum 2:1 ein.

In der Folgezeit spielte nur noch der SVK und sorgte in der 67. Minute für die Vorentscheidung: Wieder war Sebastian Leitmeier beteiligt, der einen Sturmlauf allerdings nicht selbst verwandelte, sondern nach innen auf den lauernden Christian Heinrich ablegte. Groß war die Aufregung als der “Heini” zunächst am Torwart scheiterte, aber der Goalgetter schaltete am schnellsten und schob die Kugel im nachsetzen über die Linie. Kurz darauf hatte der eingewechselte Stephan Schmidhuber den nächsten Treffer auf dem Schlappen, sein Schuss ging allerdings über das Gehäuse. Auch an der letzten Chance der Partie war Schmidhuber beteiligt: Ein Konter über Leitenbacher über rechts landete bei ihm, doch auch diesmal zielte er über das Tor. Die letzten zehn Minuten hatte der SVK mit einem Mann weniger zu bestehen, da Bruno Tschoner nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte erhalten hatte.

“Wir haben heute einen unglaublichen Willen gezeigt und hoch verdient den Sieg eingefahren”, lautete das Resümee von SVK Coach Günter Heberle, der gleichzeitig keinen Hehl daraus machte, dass er zu gerne noch die Relegation mitgenommen hätte. Der SVK kann sich aber über einen versöhnlichen Saisonausklang freuen, für die Gäste aus Aichach geht es noch weiter.

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