OVB-Cup in Rosenheim: SVK Dritter !!

Nach einem Jahr an der Rosenheimer Pürstlingstraße hat der Fußball-Wanderpokal des gastgebenden SB/DJK Rosenheim wieder seinen Besitzer gewechselt. Die Trophäe ist allerdings nur ein paar hundert Meter weiter gewandert – zum TSV 1860 Rosenheim an die Jahnstraße. Der Rekord-Sieger dieses Turniers hat zu den bisherigen drei Triumphen einen weiteren draufgesetzt und sich in einem reinen Rosenheimer Endspiel gegen den SBR den Pokal zurückerobert.
Für das goldene Tor im Finale sorgte Frederik Schramme nach einer guten halben Stunde. Vorausgegangen war eine gute Vorarbeit des immer gefährlich werdenden Andreas Voglsammer und ein Schuss von Danijel Majdancevic, der von SBR-Torwart Dominik Krammer noch abgewehrt werden konnte. Für den Abpraller schaltete Schramme am langen Pfosten am schnellsten und drückte die Kugel im zweiten Versuch endgültig über die Linie. Das Tor fiel in einer Phase, in der sich der Neu-Regionalligist etwas absetzen konnte. „Aufgrund dieser Möglichkeiten war es ein verdienter Sieg für uns“, meinte der neue 1860-Trainer Dirk Teschke, der sich freute, dass „wir uns in jedem Spiel steigern konnten“.

Der neue Sportbund-Trainer Manfred Burghartswieser erkannte den Sechziger-Erfolg dann auch neidlos an. „Auch wenn das Tor aus unserer Sicht eine äußerst unglückliche Produktion war: 1860 war spielerisch sehr stark und hat verdient gewonnen.“ Für sein Team war es am Ende kraftraubend: Immerhin fehlten mit Michael Hofer, Onur Kaya, Alex Spreitzer, Philipp König und den Neuzugängen gleich mehrere Leistungsträger und Kaderspieler. „Mein Fazit fällt insgesamt aber positiv aus, die Mannschaft hat sich ordentlich verkauft“, so Burghartswieser weiter – damit dürfte er allerdings nicht die letzten Minuten des Finales gemeint haben, als sich zunächst Bernd Sylla wegen einer unnötig harten Attacke gegen Voglsammer und dann Matthias Poschauko wegen wiederholten Meckerns vorzeitig mit GelbRot verabschiedeten.

Den Sprung ins Finale hatten beide Mannschaften mit jeweils einem 1:0-Sieg und einem torlosen Remis geschafft. Die Sportbündler bezwangen BezirksligaNeuling ESV Freilassing durch ein schönes Poschauko-Tor mit 1:0 und erkämpften sich ein 0:0 gegen Regionalligist 1860 München 2. Die Sechziger mussten zunächst mit einem Unentschieden gegen Bezirksliga-Aufsteiger TuS Raubling vorlieb nehmen und entschieden das Duell gegen Landesligist SV Kirchanschöring durch ein Tor von Danijel Majdancevic nach Zuspiel von Voglsammer für sich.

Kirchanschöring behielt gegen Raubling die Oberhand und kam so ins Spiel um Platz drei. „Das war unser Ziel. Dass wir dann gegen einen Regionalligisten gewinnen, war natürlich sehr überraschend“, meinte SVK-Coach Günter Heberle nach dem 2:1-Erfolg über 1860 München 2, der die „Anschöringer“ sogar in die Geldränge hob. Ein direkt verwandelter Freistoß und ein weiteres Tor von Stephan Schmidhuber sorgten binnen weniger Minuten für die Wende, nachdem zuvor die „kleinen Löwen“ in Führung gegangen waren.

„Wir haben es bereits in den Gruppenspielen versäumt, die nötigen Tore zu machen. Das war unser großes Manko. Außerdem müssen die jungen Spieler für den Herrenfußball noch viel robuster werden“, klagte 1860-München-Coach Alexander Schmidt, während Heberle mit dem Auftritt zufrieden war. „Wir haben einen breiteren Kader. Der Konkurrenzkampf tut gut und zeigt, dass mit dieser Mannschaft einiges möglich ist“, so der Ex-Profi.

Am Ende des Feldes landeten die beiden Bezirksligisten, die aber keineswegs enttäuschten. Der ESV Freilassing sorgte mit seinem großen Kampf gegen 1860 München 2 dafür, dass der SBR ins Finale kam. „Wir haben gegen den Sportbund erst zum Schluss das Gegentor kassiert, gegen die Löwen unentschieden gespielt. Ich bin zufrieden“, sagte ESV-Coach Hermann Lindner, der mit den Grenzstädtern auch noch das Spiel um Platz fünf gegen den Mitaufsteiger Raubling gewann.

Die Turnierspiele waren insgesamt recht ausgeglichen und damit spannend – allerdings auch stark geprägt von der Hitze, die den Akteuren im Verlaufdoch arg zu schaffen machte. „Wunderdinge konnten deshalb auch nicht erwartet werden, das ist kräftig an die Substanz gegangen“, meinte Ex-Profi Lindner, der großes Lob für das Turnier hatte: „Wir waren erstmals dabei und sind sehr dankbar, dass wir eingeladen wurden - solche hochkarätigen Tests bekommt man normalerweise nicht.“ Auch Kirchanschörings Coach Heberle sprach von einem „super Turnier“.

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