SVK fiebert dem Landesliga - Auftakt entgegen

 

Die Neuzugänge des SVK

Als Ziel haben Verein und das Trainerteam Günter Heberle/Sepp Aschauer den Klassenerhalt ausgegeben. Während der Kader der „Ersten“ annähernd unverändert zur Vorsaison in die neue Runde startet, hat es auf der Kommandobrücke einige Veränderungen gegeben.

Mit der ersten Landesligasaison ist die Führungsriege des SV Kirchanschöring sehr zufrieden. Das Saisonziel Platz 15 und die damit verbundene Qualifikationsrunde zur Bayernliga wurde nur um Haaresbreite verfehlt. Für Gerhard Feil, Ex-Kicker des SVK und Mitglied im Team der Abteilungsleitung, wäre die Qualirunde nur das I-Tüpelchen auf eine rundum gelungene Saison gewesen. „Man muss schon mal die Kirche im Dorf lassen. Wir sind mit dem Aufstiegskader in die Saison gestartet und hatten ab Oktober 2011 einfach damit zu kämpfen das aus unseren Aufstiegs-Abiturienten inzwischen Landesliga-Studenten geworden sind. Das hatten wir unterschätzt, auch wenn klar ist, dass Spieler, die uns sofort in der letztjährig starken Landesliga weiterhelfen würden, für uns nicht zu finanzieren sind. Um so wichtiger ist für uns, dass wir unser Ziel auf die eigenen Jugend zu setzen, mit 12 eingesetzten Spielern aus der eigenen JFG erreicht haben. Schade, dass das Team am letzten Spieltag trotz eines Sieges keine Relegationsspiele bestreiten konnte“

Das man am Ende auf dem 16. Tabellenrang abschloss, ist laut  Pressesprecher Sepp Thanbichler kein Beinbruch. „Wir sind mit der Aufstiegseuphorie mit 19 Punkten aus 14 Spielen gut in die Saison gestartet, haben dann aber ab Anfang Oktober  auf unsere Studenten im Training verzichten müssen und aus 8 Spielen vor der Winterpause nur noch 3 Punkte ergattern können. In den 12 Spielen nach der Winterpause waren letztlich 10 Punkte zu wenig. Trainer und Team haben trotz der dünnen Personaldecke alles gegeben und nie nachgelassen. Für uns alle war es deshalb eine lehrreiche und trotzdem gelungene Saison“, resümiert Thanbichler.

Jetzt blickt man in Kirchanschöring nach vorne und ist guten Mutes. Große Veränderungen hat es im Sommer nicht gegeben. Dem Abgang von Michael Nißl (verletzungsbedingtes Karriereende) und Manuel Schild (TSV Fridolfing) steht die Verpflichtung von Andi Koch vom FC Hammerau entgegen. Und aus dem erfolgreichen U19-Team der JFG Salzachtal (Aufstieg in die Landesliga, wir berichteten),  stoßen 12 neue Spieler in den Kader der 1. und 2. Mannschaft. „Wir erhoffen uns da schon, dass es innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre der ein oder andere in den Stamm des Landesliga-Teams schaffen wird“, so Thanbichler. Und auch Feil hält große Stücke auf die „Jungen Wilden“. „Ich habe einige Spiele und Trainingseinheiten verfolgt. Die Jungs sind technisch gut ausgebildet und motiviert“. Bisher wurden in den Vorbereitungsspielen mit Max Sturm, Michi Auer und Max Vogl bereits einige Ex-U19-Spieler eingesetzt und hinterließen dabei einen guten Eindruck. „In unserer JFG wird eine hervorragende Arbeit geleistet und da muss man ein großes Lob an alle Trainer und Verantwortlichen aussprechen“, lobt Feil. „Rudi Tschoner (A-Jugend, Landesliga) und Hans Haunerdinger (B-Jugend, Bezirksliga) haben ihre Teams zum Aufstieg geführt, das schafft man auch nicht alle Tage“, so Feil weiter.

Auf der Kommandobrücke konnte mit Ex-Spieler Sepp Aschauer (vom TSV Waging) ein neuer Trainer verpflichtet werden. Torwarttrainer Sepp Thanbichler, Fitness-Coach Harry Singhartinger und die Traun-Med-Physios Florian Seehars und Bernd Huber vervollständigen das Team um Chef-Coach Günter Heberle.

Alle anderen Spieler konnten gehalten werden und bilden das Grundgerüst für die neue Saison. Auch das werten Thanbichler und Feil als Erfolg: „Wir hatten letztes Jahr den kleinsten Etat aller Mannschaften und daran hat sich nichts geändert. Deshalb ist es schon ein Erfolg das die Spieler, trotz einiger lukrativen Angebote, wieder in Kirchanschöring auflaufen“, so beide unisono. Außerdem will man in Kirchanschöring den Weg mit heimischen Talenten aus der Region weitergehen.

 Das wird auch von den Fans des SVK geschätzt. Rund 500 Zuschauer kamen im Schnitt zu den Heimspielen in der abgelaufenen Saison. Für Feil Ehre und Aufgabe zugleich. „ Wir sind wahnsinnig stolz auf die vielen Fans und die tolle Unterstützung. Zugleich ist es aber auch unsere Aufgabe das diese Fans zufrieden mit uns sind. Deshalb müssen und werden auch wir uns Weiterentwickeln und neue Wege gehen“, so Feil.

Einige Neuerungen hat es bereits in der Abteilungsleitung gegeben. Nachdem der bisherige Abteilungsleiter Michael Lang aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss und sich vorerst ganz aus dem Tagesgeschäft zurückzieht, wird sich jetzt ein Team um den Spielbetrieb  beim SVK kümmern. Neben Gerhard Feil (Organisation) und Sepp Thanbichler (Presse und Spielleiter 1. Mannschaft) sind dies Christian Frandl (Organisation), Manfred Abfalter (Spielbetrieb) und Stefan Koslik (Sponsoring). „Eine Abteilung dieser Größenordnung kann nur gut funktionieren, wenn die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt werden“, ist sich Thanbichler sicher. „Umso mehr gilt unser Dank dem scheidenden Abteilungsleiter Michi Lang, der die Abteilung in den letzten eineinhalb Jahren hervorragend geführt hat und den Grundstein für den Erfolg gelegt hat“, so Thanbichler weiter.

 Bei der Frage nach den Zielen für die neue Saison halten sich die Verantwortlichen bedeckt. „Unser Ziel muss es sein sich möglichst schnell in der Liga zu etablieren und keine Abstiegssorgen zu haben“, meint Thanbichler. Und auch Feil gibt sich zurückhaltend. „Wir sind zwar der ligahöchste Verein in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land und wollen das auch bleiben. Aber als Dorfverein mit begrenzten Möglichkeiten ist das, im Gegensatz zu den meist größeren Vereinen der Landesliga, schon eine Herkulesaufgabe“, ist sich Feil sicher. Das Potential im Team für eine weitere Landesliga-Saison über 2012/2013 hinaus sehen allerdings beide. Auch wenn aufgrund der vielen Studenten der Trainingsbetrieb für die Trainer nicht immer einfach sein wird.

Beim Auftaktmatch am kommenden Samstag beim SV Pullach will man möglichst gut aus den Startlöchern kommen. „Wir hoffen auf ein gutes Ergebnis und würden in Pullach gerne einen Punkt entführen. Das wäre auch für das erste Heimspiel gegen Ampfing (Mittwoch, 25.07. um 18:30 Uhr) ein kleiner Schub. Allerdings ist Pullach einer der Favoriten und es wird wohl sehr schwer werden“, glaubt Sepp Thanbichler. Zum Derby am 2. Spieltag gegen Ampfing auf eigener Anlage erwarten die beiden dann wieder viele Zuschauer. „Ich denke schon das mehr Fans kommen als der Durchschnitt der letzten Saison“, so Feil. Und der lag immerhin bei 500 Zuschauern pro Spiel.

 

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