Leitmeier Doppelpack reicht nicht zum Sieg

"Ich habe keine Lust mehr, immer erzählen zu müssen, dass unsere Mannschaft eine gute Leistung gebracht hat, wenn wir am Ende die Punkte nicht haben. Aber Mitleid ist das, was wir in Kirchanschöring auf gar keinen Fall brauchen." Die Worte von SVK Trainer Günter Heberle auf der Pressekonferenz drückten den ganzen Frust des SVK nach dem Match gegen den TSV Waldkirchen aus. 

Dem SVK war es gelungen, durch zwei Leitmeier Tore einen frühen Rückstand zu drehen, er nutzte später klare Tormöglichkeiten zur Entscheidung nicht und kassierte drei Minuten vor Schluss den Ausgleichstreffer durch den Waldkirchner Thomas Eglhofer. Besonders bitter empfand Heberle, dass beim Ausgleichstreffer Torspieler Kracker ausgerutscht war und aus seiner Sicht der Ball haltbar gewesen wäre.

Zum ersten Mal überhaupt begrüßte Kirchanschöring eine niederbayerische Mannschaft zum Punktspiel im Stadion an der Laufener Straße. 413 Zuschauer waren neugierig, welch Exotik die neue Landesliga Südost mit sich brachte und Waldkirchen enttäuschte diese Erwartungen nicht. Ein Dutzend waschechte Schlachtenbummler waren mitgereist und feuerten ihre Mannschaft schon eine Stunde vor dem Spiel lautstark an. Da staunten die Kirchanschöringer nicht schlecht. Noch mehr staunten sie aber, als nach zehn Minuten die Gäste gnadenlos ihre Offensivstärke ausspielten: Der TSV kam zum Angriffsaufbau über links, eine Flanke landete passgenau bei Martin Krieg, der zum 0:1 einschob (10.) In der 19. Minute setzte Stephan Schmidhuber mit einer weiten Flanke Sebastian Leitmeier in Szene, die SVK Tormaschine lässt sich Chancen wie diese nicht entgehen und sorgte für den Ausgleich. "Da haben unsere derzeit torgefährlichsten Spieler individuelle Klasse gezeigt", freute sich Heberle. Leitmeier setzte kurz vor der Pause noch einen drauf: Aus achtzehn Meter zirkelte er einen direkten Freistoß über die Mauer unhaltbar ins linke Eck. Ein sensationeller Treffer. Besonders wichtig auch der Fakt, dass die Mannschaft von Heberle/Aschauer den Rückstand souverän gedreht hatte.
Nach dem Seitenwechsel mühte sich der SVK, für die Entscheidung zu sorgen. Die erste Möglichkeit dazu hatte Thomas Dengel mit einer Klasse Aktion in der 49. Minute, der allerdings neben das Tor zielte. Auf der Gegenseite hatte die SVK Defensive keiner Probleme, den zwei Mal durchgebrochenen Benjamin Tolkstorf noch abzufangen. Für zusätzlichen Schwung sorgte beim SVK der eingewechselte Alois Straßer, der erst mit einer Einzelaktion (70.) für Gefahr sorgte und in der 76. Minute nach Flanke von Singhammer bereits TSV Keeper Lippert ausgespielt hatte, sein Schuss erst auf der Linie von einem TSV Bein geklärt wurde. Zehn Minuten vor Schluss prasselten Schüsse von Schmidhuber und wieder Straßer nur so auf das Gehäuse von Lippert, das 3:1 schien nur eine Frage der Zeit. Stattdessen folgte in der 87. Minute die Bestrafung, dass vorne die Tore nicht gemacht wurden: Ein Freistoß von links landete auf dem Kopf von Thomas Eglhofer, Torhüter Kracker rutschte weg und das Leder landete zum Ausgleich im Netz. Nach dem Spiel richtete Heberle seinen Blick gleich wieder nach vorne: "Es ist super, dass wir am Mittwoch gleich in Holzkirchen spielen. Dort müssen wir dann versuchen, den Ärger in Kraft umzusetzen."

 

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