Starke erste Hälfte reichte nicht zum Sieg

mannschaft.jpgGästetrainer Stefan Stuhler hatte nach dem Spiel gut lachen. Um ein Haar wäre seine Mannschaft bereits in der ersten Hälfte in Kirchanschöring untergegangen und hatte sich nur mit Glück und Latte mit knappem Rückstand in die zweite Hälfte retten können, in der seinem Team kurz vor Schluss schließlich doch noch der Ausgleich gelang. "Wir haben heute das Optimum an Punkten auswärts eingefahren", freute er sich. Spielentscheidend waren, so sahen es beide Trainer, die vier vergebenen SVK Großchancen aus der ersten Hälfte gewesen. "Das zweitschwerste im Fußball ist es, Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Das schwerste ist es, Tormöglichkeiten zu verwerten. Und genau das ist uns leider nur einmal gelungen", resümierte Günter Heberle mit einem Schmunzeln und betonte: "Wir haben in der ersten Hälfte wirklich sehr stark gespielt und es war schwer, das Tempo in der zweiten Halbzeit aufrecht zu erhalten. Es muss sehr hart für die Moral meiner Truppe sein, so ein starkes Spiel hinzulegen und wieder nur einen Punkt zu gewinnen."
 
Vor allem in der ersten Hälfte zeigte der SVK wieder mitreißenden Fußball. Gleich in der vierten Minute brach "Sisi" Singhammer auf der linken Seite durch, seine Flanke landete bei Sebastian Leitmeier, der die Kugel gegen die Latte knallte. Zwei Minuten dieselbe Szene, wieder war Singhammer auf und davon, wieder kam er zum Flanken, diesmal auf den Kopf von Tom Dengel, diesmal war Towart Kresta zur Stelle. Auf der Gegenseite traf der enorm schnelle Ivan Lipotic das Außennetz, es blieb die einzige Gästechance der ersten Hälfte. Der hochverdiente SVK Führungstreffer fiel in der 24. Minute, als Schmidhuber Leitmeier in Szene setzte, der nur noch den Keeper vor sich hatte, quer auf Tom Dengel passte, der sicher zum 1:0 einschob. "Das hat der Leiti sehr gut gemacht, aus einer 95 prozentigen Chance für sich hat er eine 100 prozentige für den Tom gemach", freute sich Heberle. Kurz vor der Pause hätte der SVK, besonders in Anbetracht der trockenen Hitze, den Sack zumachen müssen: Erst knallte Leitmeier in der 41. Minute den Ball ein zweites Mal an die Latte. In der 44. Minute verwertete Tom Dengel eine weitere Singhammer Hereingabe klasse, aber Markus Kresta parierte ebenso gut. Starnbergs Trainer Stuhler hatte nach der 1:6 Heimpleite letzter Woche eine deutliche Reaktion gefordert. Diese kam, zumindest im Ansatz, nach dem Seitenwechsel, als beim SVK die Kräfte nachließen. Doch z unächst prüfte gleich in der 46. Minute Dengel abermals Kresta, der zu weit vor dem Kasten stand. In der Folgezeit aber machte Starnberg das Spiel: In der 50. Minute schickte Christian Steeb Alexander Fischer steil, der knapp am Tor vorbei zielte. Später folgten Tormöglichkeiten durch Markus Erlacher und Timo Pröbstl, die harmlos oder leicht zu klären waren. Die Konzentration in der Defensive, vor allem durch den stets aufmerksamen Tom Mooser, war hoch, aber der SVK wurde mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrängt. Der letzte nennenswerte Entlastungsangriff datierte aus der 80. Minute, als A-Jugend Debütant Marinus Hillebrand auf Leitmeier spielte, die Starnberger aber in letzter Sekunde zur Ecke klären konnten. In der Schlussphase hielt zunächst Dennis Kracker den SVK Sieg in seinen sicheren Händen. Erst zwang ihn Kammerlander zur Glanzparade (82.), dann prüfte ihn Markus Erlacher (84.) In der 86. Minute aber war er machtlos, als die Starnberger sich ein einziges Mal über außen durchsetzen konnten und Joker Matthias Fink eine Hereingabe direkt zum Ausgleich verwandelte. 
Die Enttäuschung beim SVK, der unterm Strich seit vier Spieltagen ungeschlagen ist, währte nur einen Abend lang, dann ging der Blick wieder nach vorne: Am kommenden Samstag gastieren sie in Passau, wo sich die nächste Chance zu punkten bietet.
 
Bilder zum Spiel gibt es hier:

 

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