SVK Kreismeister Inn/Salzach nach Double-Sieg

 

Bei den Endspielen im Fußball-Wieninger-Pokal für Senioren vor etwa 100 Zuschauern im Teisendorfer Stadion  bewiesen  die so genannten „Alten Herren“ - . ob ab 32 Jahre (A-Senioren) oder ab 40 Jahre (B-Senioren) - einmal mehr, dass sie ihr fußballerisches Metier nach wie vor bestens beherrschen. Kämpfen, laufen, tricksen und toller Teamgeist - diese Eigenschaften aller eingesetzten Akteure aus den Finalteams wurden eindrucksvoll bestätigt, entsprechend ordentlich und dem „Alter“ angemessen deshalb das ansprechende Leistungsniveau. Nach den jeweiligen Qualifikationskämpfen über einen längeren Zeitraum hatten in beiden Altersgruppierungen gleich beide Teams des SV Kirchanschöring  die Endspiele erreicht. Ihre Gegner waren bei den B-Senioren der TV Obing, der sich nach dem 1:1 im regulären Spielverlauf erst im Elfmeterduell 2:4 geschlagen gab und bei den A-Senioren der FC Hammerau. Auch diese Truppe kickte trotz klarem 1:6-Niederlagenergebnis gefällig mit, konnte aber hinsichtlich Effektivität den „Anschöringern“ nicht das Wasser reichen.

 

Der SV Kirchanschöring vertritt nun den Kreis im nächsten Jahr bei der Oberbayerischen Senioren Meisterschaft.

 

B-Senioren (ab 40 Jahre)

SV Kirchanschöring - TV Obing 4:2 (1:1) n. E.
Die ersten zwei gefährlichen Angriffe startete Obings Mannschaft, doch sowohl Georg Hundseder wie Thomas Liebhart verfehlten mit ihren Schüssen jeweils knapp das SVK-Gehäuse. Mit der Zeit gewann Kirchanschöring die Oberhand, aber es bedurfte ebenso erst zweier vergebener Chancen, bis schließlich Christian Surer das Leder aus dem Gewühl und mit voller Wucht aus sechs Meter in die Maschen hämmerte zur zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0-Führung. Weitere Angriffsbemühungen brachten bis zur Pause nichts mehr Zählbares. Wie aufgedreht begann nach dem Seitenwechsel die Obinger Crew, setzte den SVK gehörig unter Druck und der Lohn stellte sich nach 53 Minuten ein. Einen weiten Diagonalpass hämmerte Georg Hundseder fulminant zum 1:1-Ausgleich ein ohne jegliche Abwehrchance für Goalie Emmerich Luksch. TV-Kapitän Karl Eckert hätte alleinstehend  nachlegen können, sein Schuss fegte jedoch am rechten Kreuzeck vorbei. Wie hoch der Ehrgeiz bei den „ab 40-Jährigen“ noch ist, zeigte, dass die Partie in der Folge sichtlich rustikaler geführt wurde und Schiedsrichter Christian Greim (SV Oberteisendorf) wiederholt den Gelbkarton zeigen musste. In der Schlussphase drängte dann Kirchanschöring vehement, man wollte unbedingt die Entscheidung in der regulären Spielzeit und es nicht auf einen Strafstoßentscheid ankommen lassen. Der TVO hielt aber dem zunehmenden Druck stand - und so pfiff Greim nach 90 Minuten zum Elferduell, beginnend mit Kirchanschöring. Hans Obermayr verwandelte sicher - 1:0. Karl Eckert  traf nur den linken Pfosten. Berni Brüderl erhöhte auf 2:0, Sebastian Zehetmaier verkürzte souverän - 2:1, Manfred Abfalter blieb cool - 3:1,  Franz Roider platziert,  SV-Keeper Luksch dennoch fast dran 3:2. Christian Surer ließ nichts anbrennen - 4:2. Den Schuss von Werner Specht  lenkte Luksch an den linken Pfosten und somit standen die B-Senioren des SV Kirchanschöring nach diesem Krimi  als jubelnder Endspielsieger fest.

A-Senioren (ab 32 Jahre)

SV Kirchanschöring - FC Hammerau 6:1
Im darauffolgenden Finale der A-Senioren sorgten die „Anschöringer“ für einen schnellen Vorsprung. Konnte FC-Torwart Heiko Dressl in der 4. Minute einen Schrägschuss des allein vor ihm auftauchenden  Wolfgang Marx noch reaktionsschnell abwehren, so musste er zwei Minuten später erstmals den Ball aus dem Netz holen. Günter Heberle schlenzte schlitzohrig einen Freistoß an der gegnerischen Abwehrmauer vorbei ins linke untere Netzeck  - 1:0. Obwohl die Hammerauer durchaus gefällig mitspielten, in der Offensive jedoch relativ harmlos blieben, setzten die Gelb-Schwarzen wesentlich durchschlagskräftiger ihre Nadelstiche mit einem überragenden Vollstrecker Stefan Dürnberger, dem mit seinen  Toren (25., 41.) die Quote auf 3:0 schraubte, ehe Dirk Rosenbauer eine Eckenhereingabe von Michael Klotz per schulmäßigen Kopfball und unhaltbar für Keeper Andi Hummelberger zum 3:1 verwertete. Auch in Halbzeit zwei kämpften die FCler unverdrossen, obwohl sie immer weiter in Rückstand gerieten. In der 50. Minute war es  Hans Obermayr, der sich durchsetzte zum 4:1 und dann stand wiederum Dürnberger im Fokus, denn den Querpass von Gerhard Feil netzte er per Direktabnahme ein 5:1 (55.). Den 6:1-Schlusspunkt (81.) besorgte der SVK-Goalgetter mit einem überlegten Lupfer über den gewiss nicht schwachen Heiko  Dressl. In den letzten Minuten lag noch ein zweites FC-Tor in der Luft, doch Hummelberger zeigte seine beste Parade gegen Rosenbauer und auch bei einem Kopfball von Rupert Spickenreuther aufmerksam zur Stelle. Insgesamt war natürlich der SVK-Sieg völlig verdient, dennoch blieb der FC mit in etwa gleichen Ballanteilen doch  unter Wert  auf der Strecke, als Referee Josef Marx (Traunstein) die absolut faire Partie beendete.

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