TSV Ampfing vs. SVK 3:0 (HZ 1:0)


Die Stimmung beim SV Kirchanschöring, der samt Fans mit der Südostbayern-Bahn zum Derby angereist war, hätte nicht viel besser sein können. Die Gelb-Schwarzen gaben zunächst ganz klar den Ton an, die Hausherren hatten wenig zu melden, doch dann schlug Ampfing drei Mal eiskalt zu und gewann vor 350 Zuschauern 3:0. Durch den Dreier haben die Schweppermänner den SVK in der Tabelle überflügelt und liegen jetzt auf Platz zehn, während sich die Mannschaft von Sepp Aschauer, der diesmal die alleinige Verantwortung trug, zwei Plätze dahinter einreiht. „Wir haben eine sehr konzentrierte Leistung Mannschaftsleistung gezeigt“, meinte Ampfings Coach Sven Vetter nach dem Abpfiff, wohl wissend, dass seine Truppe in der ersten halben Stunde einige brenzlige Situationen überstehen musste. Fast an allen gefährlichen Aktionen der Gäste war Torjäger Sebastian Leitmeier beteiligt, der ja durch eine Wadenverletzung behindert wurde. Wer weiß, wie das Derby gelaufen wäre, wenn der Altenmarkter im Vollbesitz seiner Kräfte auf Torejagd hätte gehen können? Zusätzliches Handicap der Gäste: Auch Xandi Köberich konnte aufgrund einer Grippe nicht die gewohnten Akzente setzen und musste ebenfalls vorzeitig raus. Den folgenschwersten Wechsel vollzog Aschauer aber in der 55. Minute, als er Stephan Schmidhuber als Reaktion auf den zweiten Ampfinger Treffer für Andreas Koch brachte. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechselung flog der Routinier nach einem Zweikampf mit Thomas Deißenböck mit Rot vom Feld, weil er gegen seinen mit ihm am Boden liegenden Gegner nachtrat (57.). Ein echter Bärendienst! „Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir alle noch das Gefühl, dass wir das Blatt noch hätten wenden können“, so SVK-Sprecher Sepp Thanbichler, der den Spielverlauf schnell analysierte: „Ganz einfach. Wir haben aus unserem klaren Chancenplus nichts gemacht, Ampfing hat dagegen aus vier Möglichkeiten drei Treffer erzielt. Das war hoch effizient. Der Genickbruch war ganz eindeutig die rote Karte.“
Schiedsrichter: Dennis Kraus (Altenerding) - Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Mario Maric (33.), 2:0 Seyed-Suheil Amadodin (55.), 3:0 Philip Rodriguez (66.)
Rot gegen Kirchanschörings Stephan Schmidhuber (57.) wegen einer Tätlichkeit

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